Seit wann gibt es Honig?
Menschen nutzen Honig vermutlich schon seit mindestens 10.000 Jahren. Die frühesten Belege stammen aus Höhlenmalereien in Spanien, die etwa 8.000 v. Chr. entstanden und Szenen zeigen, in denen Menschen Honig sammeln. Alte Kulturen wie die Ägypter, Griechen, Chinesen oder Mesopotamier verwendeten Honig nicht nur als Süßstoff, sondern auch als Medizin oder als Opfergabe.
Die gezielte Bienenhaltung kam erst später auf. Historische Funde zeigen, dass die Ägypter bereits um 2400 v. Chr. Bienenstöcke aus Ton und Schilf nutzten. In Griechenland ist Imkerei seit mindestens 500 v. Chr. belegt, dort wurden einfache Holz- und Tonbeuten verwendet. Über die Jahrtausende hinweg wurden die Techniken immer weiter verfeinert, beispielsweise das schonende Ernten der Waben, um die Bienen und ihre Vorräte zu schützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Honig wurde nicht von Menschen „erfunden“ – die Bienen haben ihn geschaffen. Menschen haben ihn entdeckt, seine vielseitige Nutzung gelernt und die Imkerei entwickelt, um Honig kontrolliert zu gewinnen. So verbindet sich in jeder Honigwabe Jahrtausende alte Natur mit menschlicher Kultur und Wissen.


